Rasseportrait

 

Entlebucher Sennenhunde vom Grillensee

Die 4 Schweizer Sennenhunde

Neben dem Entlebucher gibt es 3 weitere Vertreter der Schweizer Sennenhunde:

a) die Großen Schweizer

b) die Berner (wohl den meisten geläufig)

& c) die Appenzeller Sennenhunde.

 

Der Große Schweizer Sennenhund macht seinem Namen alle Ehre - er ist der Größte unserer 4 Rassen. Bei den Hündinnen ist eine Größe von 60 - 68 cm erwünscht, bei den Rüden können es schon mal 65 - 72 cm werden. Er hat kurzes Stockhaar, ebenso wie der Entlebucher & Appenzeller. Sie wurden ursprünglich Wach- & Zughund eingesetzt, heute mittlerweile aber auch als Begleit-, Schutz- & Familienhund.

 

Der Zweitgrößte & wohl auch Bekannteste der Vier: der Berner Sennenhund. Mit einer Größe von 58 - 66 cm (Hündinnen) & 64 - 70 cm (Rüden) ist er unwesentlich kleiner als der Große Schweizer. Der deutlichste Unterschied liegt jedoch am Fell. Bei den Berner'n wird langes, glänzendes, schlichtes & leicht gewelltes Fell gern gesehen. Die Baby-Berner sehen zumeist aus wie kleine, flauschige Teddybären.

Er wurde früher oft als Wach-, Treib- & Zughund auf den Bauernhöfen im Kanton Bern eingesetzt. Heute ist er ein beliebter Familien- & vielseitiger Arbeitshund.

 

Deutlich kleiner & somit der Drittgrößte ist der Appenzeller Sennenhund. Die Mädels bringen es auf eine Wideristhöhe von 50 - 54 cm, die Jungs auf 52 - 56 cm. Auch er hat anliegendes, pflegeleichtes Stockhaar mit einer dichten Unterwolle. Das Markenzeichen des Appenzeller ist seine Ringelrute, "das Posthorn". Das, & seine eher spitz zulaufenden Hängeohren unterscheiden ihn vom Entlebucher.

Anders als bei den anderen 3 Rassen ist bei dem Appenzeller als Grundfarbe neben schwarz auch havannabraun erlaubt. Eingesetzt wurde er früher oft als Treib-, Hüte-, Wach-, Haus- & Hofhund. Heute ist er ebenfalls ein vielseitiger Arbeits- & Familienhund.

 

Und, last but not least, unser persönlicher Favorit: der Entlebucher Sennenhund!

Bei der kleinsten der 4 Sennenhunde-Rassen bringen es die Hündinnen auf 'gerade mal' 44 - 48 cm, die Rüden auf 46 - 50 cm (+/- 2cm Toleranz bei beiden). Auch er wurde gern als Treib-, Hüte-, Wach- & Hofhund eingesetzt. Heute ist er ein vielseitiger Arbeits- & angenehmer Familienhund.

Er stammt aus dem Entlebuch, einem Tal im Gebiet der Kantone Luzern & Bern. Die erste Beschreibung unter dem Namen „Entlibucherhund“ stammt aus dem Jahre 1889, aber noch längere Zeit danach wurden der Appenzeller & der Entlebucher überhaupt nicht voneinander unterschieden. 1913 wurden sie als vierte Sennenhundrasse aufgenommen & erst 1927 wurde ein Standard verfasst.

 

Bei allen 4 Rassen sind möglichst symmetrischen (Ab)Zeichnungen des Schwarz (auch Havannabraun beim AS) – Lohfarben & Weiß erwünscht.

Die gelb bis bräunlich rostroten Abzeichen findet man über den Augen, an den Backen, an Fang & Kehle, seitlich an der Brust & an allen vier Läufen, wobei sie hier zwischen schwarz & weiß liegen müssen.

Die weißen Zeichnungen befinden sich als gut sichtbare, schmale, weiße Blässe (verteilt sich vom Oberkopf ohne Unterbrechung über den Nasenrücken bis um oder auf den Fang), am Kinn über die Kehle ohne Unterbrechung bis zur Brust & an allen 4 Pfoten. Bei langer Rute ist ein kleiner weißer Pinsel gern gesehen, auch die ursprünglich gezüchteten Stummelruten kommen noch gut & gerne vor. Manche Sennenhunde haben einen weißen Nackenfleck, welche aber, wenn sie größer als eine halbe Handfläche nicht erwünscht sind.